Dienstag, 20. September 2022, Soester Anzeiger Werl / Sport lokal

HANDBALL - In einer spannende Partie beim Werler TV / Kantersieg für die HSG Soest

Die SG Wickede-Dellwig hatte knapp im Derby in Werl die Nase vorn. Foto: Hoffmann

Werl – Im spannenden Bezirksliga-Derby errang die SG Wickede-Dellwig die ersten beiden Punkte der Saison, während sich der Werler TV nach zwei Niederlagen aus zwei Spielen im unteren Bereich der Tabelle befindet.

Bezirksliga Hellweg: Werler TV – SG Wickede-Dellwig 25:26 (11:11). In der letzten Minute nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. 14 Sekunden vor dem Ende bekamen beim Stand von 25:25 die Gäste einen Siebenmeter zugesprochen und Sabrina Scholz behielt die Nerven. Sie warf das 25:26. „Das war vom Verlauf her glücklich, aber nicht unverdient. Ich bin stolz auf die Mannschaft; wir haben kämpferisch gut dagegen gehalten“, freute sich SG-Coach Sebastian Heinke.

Auf der Gegenseite meinte Werls Trainerin Carina Grossmann: „Das war ein Spiel auf Augenhöhe und ich habe uns stärker gesehen. Wir hatten schöne Sachen dabei, aber auch individuelle, technische Fehler. Eine Niederlage mit einem Tor tut immer weh, doch die haben wir uns selbst zuzuschreiben.“ Ein Dank ging an Torfrau Luna Heiderich, die nach einem halben Jahr Pause wieder im Kasten stand und Michelle Schmitt sowie Melike Yilmaz gut vertrat.

Im gesamten Spiel ging es hin und her. In der Schlussminute traf Gracia Cisic-Goncalves zum 25:25 und es waren noch 43 Sekunden auf der Uhr. Die SG nahm eine Auszeit (59:26), das Ende ist bekannt.

Werler TV: Heiderich; Clarysse (1), C. Cisic-Goncalves (2), L. Altewulf (2), S. Tischler (4), Jung (3), Hanekrad (1), Schilling, Müller (11/5), G. Cisic-Goncalves (1), Theil.

SG Wickede-Dellwig: Kemper; Hattwig (3/1), Schröder (2), Schneider (6), Scholz (6/2), Oberrecht, Dieckmann (3), Filthaut, Fey (4), Treese (2).

Königsborner SV III – HSG Soest 17:32 (8:12). Die HSG erwischte einen Start nach Maß (0:8/15.), aber die KSV-Dritte kam im weiteren Verlauf auf 7:9 (23.) heran. Bis zur Pause setzten sich die Soesterinnen auf vier Tore ab. Im zweiten Durchgang zeigte erneut der Aufsteiger aus der Bördestadt, wer „Herr im Hause“; Victoria Augsburger machte den ersten Zehn-Tore-Abstand perfekt (14:24/49.).

„Unsere Torfrau Alina Dummann hat stark gehalten, zudem wurde guter Handball gespielt. In der Abwehr gab es allerdings ein paar Fehler in der Absprache und wir haben 22 freie Würfe ausgelassen. Wir hätten auch 40 Tore werfen können“, resümierte der Soester Trainer Daniel Rummel.  ju

HSG: Dummann; Voigt (3/2), Lell (7), Birkenfeld (2/2), Duwald (5), Schröder-Schilling, A. Hemsen (1), Augsburger (10), E. Hemsen (1), Quiring (3), N. Kleer.